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im Haus des Gastes anlässlich der Mitgliederversammlung des Förderverein Haus des Gastes Brenners Hoff Salzhausen e. V.
Auch in diesem Jahr hat der FördervereinHaus des Gastes seine Mitgliederversammlung wieder mit einem lehrreichen Vortrag angereichert. Zu Gast war Almuth Quehl, in Salzhausen aufgewachsen und seit vielen Jahren Gästeführerin im Nachbarlandkreis Rotenburg (Wümme).
Unter dem Motto »Das ist doch noch gut« nahm sie die Mitglieder und Gäste mit auf eine kleine Reise in eine Zeit, als Dinge des täglichen Lebens nicht einfach zu kaufen oder endlos verfügbar waren, sondern durch jedermann selbst mühsam hergestellt werden mussten.
Foto: Petra Forche | Weitere Fotos der Veranstaltung im Mitgliederbereich …
Sie veranschaulichte dieses Prinzip u. a. beim Thema Kleidung. Angefangen beim Hanf- oder Flachsanbau über Spinnen, Weben und dem letzten feinen Nadelstich musste in allen Familien enorm viel Zeit und Arbeit investiert werden, und sei es nur für die Unterwäsche. So hatten diese Dinge einen viel größeren Wert und wurden, solange es ging, instandgehalten, repariert oder geflickt – wovon sich das amüsierte Publikum anhand einer Unterhose (s. Foto) vom Anfang des letzten Jahrhunderts selbst überzeugen durfte.
Almuth Quehl hatte zahlreiche weitere historische Objekte mitgebracht – Spielzeug, Nähzeug oder auch einen antiken Schlitten. Neben erhellenden Fakten über frühere Gebräuche – allein im Bereich der Weiter- und Wiederverwendung von Zeitungspapier waren unsere Vorfahren offensichtlich sehr erfinderisch! – brachte sie die Besucherinnen und Besucher aber auch zum Nachdenken über das heutige Kauf- und Konsumverhalten. Bei vielen Produkten würde zwar mit Nachhaltigkeit geworben – aber was nützen zertifizierte Stoffe, wenn die Modeunternehmen dann doch etliche Kollektionen im Jahr auf den Markt bringen?
Die Referentin wurde am Ende der Veranstaltung entsprechend umringt von begeisterten Zuhörerinnen und Zuhören, die sich mit Ihren Fragen und Erfahrungen allerdings gedulden mussten, bis der ›offizielle Teil‹ der Mitgliederversammlung absolviert war:
Neben dem Bericht des ersten Vorsitzenden Dr. Joachim Lewerenz über das Jahr 2023 aus Vereinssicht gab es Ausblicke auf die Aktivitäten im Jahr 2024, in welchem nicht nur die besucherstarken Veranstaltungen wie der Apfeltag stattfinden werden, sondern wegen der von der Kassenführerin Elsabe Rolle dargestellten guten Kassenlage insbesondere Investitionen in die Ausstattung des Haus des Gastes ins Auge gefasst werden.
Die bewährte und sehr beliebte Veranstaltungsreihe »Platt up Brenners Hoff« wird weiterhin monatlich fortgesetzt und auch ein Sommerferienprogramm für Kinder steht auf dem Programm.
Kontinuität besteht zur Zufriedenheit der Mitglieder in der Vereinsführung: Alle Vorstandsmitglieder erklärten sich ebenso wie die Kassenprüfer bereit, ihre Ämter für weitere zwei Jahre wahrzunehmen und wurden einstimmig gewählt. So kann die Arbeit für die Begegnungsstätte Haus des Gastes, den Erhalt der Natur und die regionale Kultur verlässlich fortgeführt werden.
Detaillierte Informationen zu den nächsten (wie zu vergangenen) Veranstaltungen finden Mitglieder und Interessierte auch auf der Website des Vereins, die regelmäßig aktualisiert wird. Weitere Fotos zu Veranstaltungen des Fördervereins finden sich im Mitgliederbereich.
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Am ersten Mittwoch im April war Dr. Heinz Harms aus Hollenstedt bei den Plattschnackern zu Gast. Er referierte im Haus des Gastes/Brenners Hoff an der Schützenstraße über
die große Sturmflut aus dem Jahr 1962.
Das zerstörte Elternhaus Harms
Die Sturmflut 1962 war eine Flutkatastrophe an der deutschen Nordseeküste in der Nacht vom 16. auf den 17. Februar 1962. An den Unterläufen von Elbe und Weser sowie ihren damals noch ungesicherten Nebenflüssen wurden hohe, vorher nicht beobachtete Wasserstände erreicht. Vor allem an den seit der Flutkatastrophe von 1953 (Hollandsturmflut) noch nicht erhöhten Deichen in diesen Flussgebieten kam es zu schweren Schäden und zahllosen Deichbrüchen, wohingegen die Seedeiche trotz schwerer Schäden bis auf wenige Ausnahmen den Fluten standhielten.
Insgesamt starben 340 Menschen. Außergewöhnlich schwer betroffen war das Unterelbegebiet mit der Hansestadt Hamburg, wo vor allem die Stadtteile Neuenfelde, Francop, Wilhelmsburg und Finkenwerder durch Deichbrüche in Mitleidenschaft gezogen wurden; dort starben die meisten der in Hamburg insgesamt zu beklagenden 315 Todesopfer. Ursächlich für das Ausmaß der Katastrophe in Hamburg waren gravierende städtebauliche und verwaltungsorganisatorische Mängel sowie technisch unzureichende und teilweise schlecht gepflegte Deiche und Hochwasserschutzeinrichtungen.
Potenziert wurde das Ganze durch eine abnormale Wetterlage und Nordweststurm in Verbindung mit einer Vollmondwetterlage zu einer Springflut. Große Schäden wurden auch im Marschenbereich des LK Harburg angerichtet. Hierüber berichtete der Referent ausführlich in Wort und Bild.
Weitere Infos zu/über Plattdeutsch für Interessierte gibt es übrigens auf der Website des För Platt e. V.
Eine Veranstaltung des Plattdeutschzentrums im Haus des Gastes (Brenners Hoff) Schützenstraße 4 21376 Salzhausen