Platt up Brenners Hoff

Mittwoch, den 6. März 2024, 19:30 Uhr.

Am ersten Mittwoch im März war die ehemalige Vorsitzende des Heimatvereins Egestorf und Archivarin der Gemeinde Egestorf, Marlies Schwanitz, bei den Plattschnackern zu Gast. Sie referierte im Haus des Gastes/Brenners Hoff an der Schützenstraße über die interessante Geschichte des ehemaligen FKK-Sonnenland in Egestorf und zeigte auch zahlreiche Aufnahmen aus dieser Zeit:

Freude – Schönheit – Gesundheit
Der Robert-Laurer-Verlag und die Freikörperkultur-Anlage »Sonnenland Egestorf
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In der warmen Jahreszeit beginnt wieder die Bade- und Barfußpark-Saison in Egestorf, aber nur die älteren Egestorfer Bürger wissen noch, dass hinter dem Schwimmbad Aquadies von 1926 bis 1939 ein großes Freikörperkulturgelände war, das »Sonnenland Egestorf«. Neben deutschen FKK-Anhängern kamen auch viele ausländische Besucher, um sich beim Sonnenbaden in der Natur zu erholen.

Robert Laurer (1899-1954) kam 1924 nach Egestorf, gründete einen Verlag und ein kleines Freikörperkulturgelände in seinem Garten. Laurer pachtete dann 1926 ein Gelände von 30 Morgen, das von der Schätzendorfer Straße bis hinunter in das Nerdenbeektal (hinter dem heutigen Aquadies/ Barfußpark) reichte und gründete hier das »Luft und Sonnenbad Egestorf«, den idealen Sommeraufenthalt. Es entstanden Schlafhäuser und Sportanlagen an einem Badeteich.

Für Egestorf brachte dieses Bad einen wirtschaftlichen Aufschwung, der Andrang war groß. So bauten die drei Gasthäuser (Kruse, Soltau, Rieckmann) viele Fremdenzimmer, auch die ersten Gästepensionen entstanden. In Anzeigen wurde für das Bad geworben. Der Robert-Laurer-Verlag druckte und vertrieb auch die entsprechenden Text- und Bildbände, er beschäftigte zeitweise bis 20 Mitarbeiter. Die Egestorfer Poststelle hatte reichlich zu tun. Es kam sogar vor, dass die Kleinbahn einen zusätzlichen Postwagen für die Auslieferungen benötigte. Der Verlag bestand bis 1933, das »Sonnenland Egestorf« musste 1939 schließen.

Noch heute sind Reste der Sportanlagen und der Badeteich zu erkennen, die beiden Holzhäuser auf dem Gelände stammen aus dieser Zeit. Zwei Werbeprospekte und einige Exemplare der Publikationen befinden sich im Archiv des Heimatvereins Egestorf.

Weitere Infos zu/über Plattdeutsch für Interessierte gibt es übrigens auf der Website des För Platt e. V.

Eine Veranstaltung des Plattdeutschzentrums
im Haus des Gastes (Brenners Hoff)
Schützenstraße 4
21376 Salzhausen

Ansprechpartner:     
Hans-Hermann Putensen
Siems Twieten 4a
21376 Garlstorf
Telefon: 04172 – 96 92 940

Platt up Brenners Hoff

Mittwoch, den 7. Februar 2024, 19:30 Uhr.

Am ersten Mittwoch im Februar war der Archivar der SG Salzhausen H.-D. Müller bei den Plattschnackern zu Gast. Er referierte im Haus des Gastes mit einem Power-Point-Vortrag in Wort und Bild über die Entwicklung der Landwirtschaft in unserer Heimat.

Der Vortrag begann mit der Situation zu Zeiten der Dorfgründungen und führte über das Mittelalter bis in unsere Zeit. Detailliert wurde auf die Arbeitsbedingungen als Villikationsbauer, Meierbauer bis zur heute freien Bauernschaft eingegangen. Im Spiegel der Zeit wurde deutlich, dass auf Grund der sich entwickelnden Pflanzen- und Tiergenetik sich die Bedingungen in allen Arbeitsbereichen verbessert hatten, die Erträge und Gewinne gesteigert werden konnten und somit die Versorgung der wachsenden Bevölkerung sicher gestellt werden konnte.

Weitere Infos zu/über Plattdeutsch für Interessierte gibt es übrigens auf der Website des För Platt e. V.

Eine Veranstaltung des Plattdeutschzentrums
im Haus des Gastes (Brenners Hoff)
Schützenstraße 4
21376 Salzhausen

Ansprechpartner:     
Hans-Hermann Putensen
Siems Twieten 4a
21376 Garlstorf
Telefon: 04172 – 96 92 940

Platt up Brenners Hoff

Mittwoch, den 3. Januar 2024, 19:30 Uhr.

Am ersten Mittwochabend im Januar trafen sich die Plattschnacker um 19:30 Uhr im Haus des Gastes an der Schützenstraße zum ersten Mal im neuen Jahr. Zum Thema Personen der hiesigen Geschichte wurde der Film »Hans Eidig, der Robin Hood der Heide« aus dem Fundus von Jürgen A. Schulz gezeigt.

Hans Eidig, geboren im Jahr 1804, jagte in der Heideregion von der Elbe bis zur Raubkammer. Er wurde zur Legende und war der Obrigkeit als Wilddieb ein Dorn im Auge. Eine Belohnung wurde auf ihn ausgesetzt. Er hatte aber die Sympathien der Menschen auf seiner Seite und konnte immer wieder entkommen. Der Film zeigte das Leben des Hans Eidig, des selbst ernannten Wildschütz, der zur Legende wurde.

Weitere Infos zu/über Plattdeutsch für Interessierte gibt es übrigens auf der Website des För Platt e. V.

Eine Veranstaltung des Plattdeutschzentrums
im Haus des Gastes (Brenners Hoff)
Schützenstraße 4
21376 Salzhausen

Ansprechpartner:     
Hans-Hermann Putensen
Siems Twieten 4a
21376 Garlstorf
Telefon: 04172 – 96 92 940