Zum Jahresausklang trafen sich die Plattschnacker an der Schützenstraße zu einer gemütlichen Adventsfeier. Für die musikalische Begleitung sorgte Christa Stolz mit ihrem Akkordeon. Zu Punsch und weihnachtlichem Gebäck wurden kleine Geschichten, Döntjes und Gedichte mitgebracht und vorgetragen.
»Salzhausen im Umbruch«
An diesem Freitag hielten Dr. Friedrich W. Reineke und Hans D. Müller, Archivare der Gemeinde und exzellente Kenner der Geschichte Salzhausens, auf Einladung des Fördervereins im Haus des Gastes einen Vortrag zum Thema: »Salzhausen im Umbruch – die Entwicklung der Eyendorfer Straße.«

Dr. Reineke und Hans D. Müller zeigten, wie sich ab etwa 1839 die Eyendorfer Straße zur Handwerkerstraße wandelte. Mit dem Bau des Amtshauses – des späteren Krankenhauses – in Salzhausen im Jahre 1854 gewann Salzhausen als Zentrum im Nordheidebereich weiter an Bedeutung. Mit der Verwaltungszuständigkeit über drei Kreisgrenzen hinweg nahm die Besiedlung insbesondere im Kernort Salzhausen stark zu. Damit verbunden war eine lebhafte Nachfrage nach handwerklichen Tätigkeiten. Drei neu gegründete Ziegeleien, die Haidmärker Brennerei und das Entstehen weiterer Unternehmen führten zu einer Ansiedelung vieler unterschiedlicher Handwerksbetriebe. Die Eyendorfer Straße in Salzhausen wurde dabei zum bevorzugten Siedlungsgebiet, da hier noch genügend freie Flächen zum Bau von Häusern und Werkstätten vorhanden waren. Durch diese Entwicklung wurde Salzhausen quasi zum »Handwerkerdorf«.
Platt up Brenners Hoff
Horst Schwarz berichtete in einer beeindruckenden Präsentation von seiner Reise durch die grandiosen Naturparks im Südwesten der USA. Er nahm die interessierten Gäste im »vollen Haus« auf Brenners Hoff mit seinem engagierten Vortrag und der fantastischen Bilddokumentation auf eine faszinierende Exkursion.
Der Südwesten der USA umfasst mit 1,2 Millionen Quadratkilometern ca. die 3,5 fache Fläche Deutschlands. Durch seine Größe bedingt erstreckt er sich über mehrere Klimazonen, von den mächtigen Ausläufern der Rocky Mountains bis hin zu den trockenen und heißen Wüsten des Südens. Er gehört zu den attraktivsten und beliebtesten Reisezielen in der Vereinigten Staaten. Überall hat die Natur hier eine bizarre Wildnis, atemberaubende Canyons, grandiose Felsformationen und eine wunderbare Tierwelt geschaffen.
Die US-Bundesstaaten Kalifornien, Nevada, Utah, Colorado, Arizona und Neu Mexiko bilden diese Region mit den wohl meist fotografierten Landschaften der Welt.
Die Tour durch den Wilden Westen der USA führte Horst Schwarz und seine Frau u.a. durch den Arches-Nationalpark, die Navajo Nation Reservation und den Bryce-Canyon-Nationalpark. Dieser Nationalpark ist neben dem Grand-Canyon-Nationalpark einer der berühmtesten und schönsten Nationalparks der Welt. Die Landschaft bildet die Kulisse eines atemberaubenden Amphitheaters. Die extreme Landschaft des Death Valley ist nicht nur der heißeste Platz der USA, sondern beherbergt auch den tiefsten Punkt unter dem Meeresspiegel. Im Sommer überschreiten die Tagestemperaturen 50 Grad im Schatten. Schwarz berichtete auch über die berühmtesten Naturwunder der Erde im Grand-CanyonNationalpark. Wahrscheinlich wirkt kaum eine andere Schlucht der Erde beeindruckender als der vom Colorado River in Jahrmillionen bis zu 1600 m tief in den Fels gegrabene Canyon. Seine immense Größe relativiert jedes Gefühl für Dimensionen.
Die begeisterten Gäste danken dem Referenten mit lang anhaltenden Beifall.