Platt up Brenners Hoff

Die Ilmenau zwischen Lüneburg und Hoopte – Bedeutung der Schleusen für Ökologie, Tourismus und Hochwasserschutz

Achim Gründel war auf »Brenners Hoff« zu Gast. Er ist seit 25 Jahren im Gemeinderat seiner Heimatgemeinde und war von 2006 bis 2016 deren Bürgermeister. Er berichtete über die Geschichte der Ilmenau.

Der Fluss Ilmenau ist heute noch auf einer Strecke von 29 km schiffbar. Für die Hansestadt Lüneburg, Bardowick und Wittorf spielte der Fluss eine wichtige wirtschaftliche Rolle. Die Ilmenau-Ewer wurden dereinst von Treidelwegen aus den Fluss entlang gezogen.

Als Ende des 19.Jahrhunderts der Ilmenaukanal gebaut wurde, war die Zeit des Treidelns endgültig vorbei. Drei Schleusen waren notwendig: Bardowick, Wittorf und Fahrenholz. Zur Regulierung des Wasserstandes entstanden drei Nadelwehre. In Niedersachsen gibt es nur noch vier davon. Alle stehen unter Denkmalschutz.

Wie sehen Vergangenheit und Zukunft der Ilmenau aus? Achim Gründel nahm die Besucher mit auf eine kleine, aber spannende Reise zu Lande, zu Wasser und durch die Luft entlang des Heideflusses mit seinen vielen Facetten.

Platt up Brenners Hoff

Klosterforst im Wandel der Zeiten – An diesem Abend war Jürgen Purschwitz zu Gast. Als Mitarbeiter der Klosterkammer leitet er die Revierförsterei »Garlstorfer Wald« in Lübberstedt.

Die Klosterkammer ist eine Landesbehörde des Niedersächsischen Ministeriums für Wissenschaft und Kultur mit 160 Mitarbeitern. Sie verwaltet ehemals kirchlichen Besitz und unterhält auch Kirchen und Klöster und vier öffentliche Stiftungen. Zur Klosterkammer gehören insgesamt rund 40.000 ha land- und forstwirtschaftliche Flächen. Davon sind 26.600 ha Waldflächen, die durch den Landesbetrieb Forsten mit 13 Revierförstereien bewirtschaftet und verwaltet werden.

Eines dieser dreizehn Reviere ist die Försterei »Garlstorfer Wald« in Lübberstedt, deren Leitung Purschwitz obliegt. Er berichtete ausführlich über die Historie und die Aufgaben der Klosterkammer. Auch über die Strukturen und die Bearbeitung und Pflege des über 2.100 ha großen Waldbestandes (83 % Nadelholz, (Fichte, Kiefer, Douglasie und Lerche und 15 % Laubholz (Eiche und Buche) seiner Revierförsterei gab er in Wort und Bild interessante Einblicke.

Die zahlreichen, zum Teil fachkundigen Besucher dankten dem Referenten mit viel Beifall.